'Zeig mir, wie du gehst...'

... und ich sag dir, was du brauchst: Orthopäden können aufgrund einer klinischen Bewegungsanalyse entscheiden, wie eine Therapie genau beschaffen sein muss, um erfolgreich zu sein. Das Orthopädische Spital Speising verfügt über eines der bestausgestatteten Bewegungsanalyse-Labors in Europa.

In Wien trafen sich im September knapp 300 internationale Spezialisten aus den Fachbereichen Orthopädie, Neurologie, Physiotherapie und Sportwissenschaft, sowie Techniker an der Universität Wien, um den zwanzigsten so genannten „ESMAC-Kongress“ abzuhalten. Es ist sozusagen ein Kongress der „Bewegungs-Spezialisten“: Die geladenen Experten debattierten über die klinische Bewegungsanalyse. Dabei geht es darum, das Gangbild von Patienten exakt aufzuzeichnen und wissenschaftlich auszuwerten.

„Die Bewegungsanalyse stellt eine wichtige Grundlage in der orthopädischen Versorgung von Patienten dar“, erläutert der Ärztliche Direktor des Orthopädischen Spitals Speising, Univ.-Prof. Dr. Franz Grill. Das Orthopädische Spital Speising ist Co-Veranstalter dieses Kongresses.

„Nicht jedes orthopädische Zentrum in Österreich verfügt über eine Bewegungsanalyse. Speising ist hier sicherlich sehr gut aufgestellt“, betont Prof. Grill. Im Orthopädischen Spital Speising gibt es die Bewegungsanalyse bereits seit 15 Jahren. Mit ihr lassen sich orthopädische Therapien besser planen und deren Erfolg besser ablesen.

Treppensteigen mit Markern.

Computer analysiert Gangbild exakt

„Die Bewegungsanalyse ist prä-therapeutisch als auch post-therapeutisch von großer Bedeutung“, sagt Dr. Ing. Andreas Kranzl, Leiter des Bewegungsanalyselabors in Speising. „Durch minutiöse Kamera-Aufzeichnung und Computerberechnungen liefern wir den Orthopäden entscheidende Daten für die Operation bzw. für andere therapeutische Maßnahmen; und wir liefern auch ein Spiegelbild des Therapie-Erfolges.“ Die Patienten müssen dafür eine 12 Meter lange Gehstrecke zurücklegen und werden dabei von Kameras aus vielen unterschiedlichen Perspektiven gefilmt. In der Computer-Analyse lassen sich dann verschiedene Gelenkswinkel und Ebenen darstellen. Mit diesen Daten kann der Arzt dann entscheidend besser weiterarbeiten.

Typische neurologisch-orthopädische Krankheitsbilder, deren Therapie eine Bewegungsanalyse zumindest nahelegen -- wenn nicht gar erfordern -- sind etwa die Cerebralparese, diverse Muskelerkrankungen, Neuropathien und die Querschnittslähmung.

Neben dem Orthopädischen Spital Speising gibt es nur wenige weitere Krankenanstalten oder Orthopädie-Abteilungen in Österreich, die über eine derart weitentwickelte High-Tech-Bewegungsanalyse verfügt.

„Im Bereich der klinischen Bewegungsanalyse sind wir uns sicherlich europaweit auf Augenhöhe mit den besten Bewegungsanalyse-Labors vorzufinden“, so Dr. Kranzl.

Übrigens: In Speising wird das Know-how der klinischen Bewegungsanalyse auch für Hobbysportler eingesetzt, die ihren Lauf-, Radfahr- oder Nordic-Walking-Stil analysieren lassen wollen. „Das nennen wir dann die Sportanalyse“, so Dr. Kranzl abschließend.

>> Link: Gang- und Bewegungsanalyse