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Bandscheiben-OP: Endoskopische Eingriffe in Speising im Kommen

05. Dec. 2017
"Schlüsselloch-artige" Eingriffe an der Wirbelsäule werden in Speising derzeit stark forciert

Bandscheibenvorfälle können — wenn Sie eine Nervenwurzel bedrängen — ganz schön heftige Schmerzen auslösen, die in eine Extremität ausstrahlen.

Nicht alle Bandscheibenvorfälle müssen unbedingt operiert werden, oft helfen konservative Behandlungsmethoden, wie die Infiltration, die in Speising eine lange Tradition hat. Rund 3000 Infiltrationen werden pro Jahr im Orthopädischen Spital Speising durchgeführt. Dabei werden über hauchdünne Nadeln Wirksubstanzen in den Wirbelsäulen-nahen Bereich eingebracht. Die Verteilung der Mittel wird über Röntgenbildschirme nachvollzogen. Die Schmerzen können somit in den meisten Fällen gut in den Griff bekommen werden.

 
Infiltrationen sind in Speising Routine


Wenn operiert werden muss (bei heftigen Schmerzen und  neurologischen Ausfällen), so sind mikroskopische Eingriffe an der Wirbelsäule gang und gäbe. Der Schnitt am Rücken ist klein (rund 2 cm) und die betroffenen Patienten können recht rasch wieder mobilisiert werden.

Neue OP mit Mini-Kamera als Trend

Völlig neu in Speising  ist jedoch der verstärkte Trend hin zu endoskopischen Operationen, die noch kleinere Schnitte (unter 1 cm) ermöglichen. Hierbei führt der Operateur ein Endoskop mit Lichtquelle und Mini-Kamera in den Rückenbereich ein. Über Videokontrolle kann er den betroffenen Bereich gut überblicken und dann mit einem Instrument den vorgefallenen Anteil des Bandscheibenmaterials (Sequester) aus dem Körper entfernen. Vorteile für den Patienten sind rasche Mobilisation (in der Regel am gleichen Tag) und Schmerzfreiheit.

"Im Jahr 2016 haben wir zwei derartige Eingriffe getätigt, heuer waren es bereits 40, und im kommenden Jahr wollen wir diese Methode weiter forcieren", bemerkt Oberazt Dr. Nazem Atassi, Neurochirurg, der auf diesem Gebiet hochspezialisiert ist.


Endoskopische OP unter Videokontrolle


Die Methode verlangt viel Geschick und Übung und wird daher in wenigen Zentren routiniert angewandt. Speising hat hier eine Vorreiterrolle.

Wahl der Methode verbleibt beim Arzt

Ob, wenn operiert werden soll, die mikroskopische oder die neueste endoskopische Methode zur Anwendung kommt, kann sich die Patientin / der Patient leider nicht selbst aussuchen, denn "nicht alle Bandscheibenvorfälle sind für die endoskopische Methode geeignet", sagt Primar Univ.-Prof. Dr. Michael Ogon, Leiter des Wirbelsäulenzentrums Wien-Speising.

 

 

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