Das kleine Fußglossar

Der Fuß von A bis Z

Hallux valgus:
Hallux valgus, oder auch Frostballen genannt, ist der Fachausdruck für den Schiefstand der großen Zehe, die dabei im Großzehen-Grundgelenk zum Fußaußenrand hin abweicht. Ursache ist in der Regel eine Abweichung des ersten Mittelfußknochens Richtung Fußinnenrand. Je nach Ausprägung der Fehlstellung kommen verschiedene Operationstechniken zur Anwendung.

Hallux rigidus:
Hallux rigidus bezeichnet die Abnutzung des Knorpels im Großzehengrundgelenk. Dabei kommt es zu einer schmerzhaften Einschränkung der Beweglichkeit im Großzehengrundgelenk. Je nach Ausprägung der Abnutzung im Gelenk kann ein gelenkserhaltender operativer Eingriff oder eine Versteifung des Großzehengrundgelenks durchgeführt werden.

Hammerzehe:
Die Hammerzehe stellt die häufigste Zehendeformation dar. Es kommt zu einer Beugefehlstellung im Mittelgelenk, selten im Endgelenk der Zehe. Die Krallenzehe ist im Unterschied zur Hammerzehe durch eine zusätzliche Luxation oder Subluxation im Zehengrundgelenk im Sinne einer Überstreckung charakterisiert. Die chirurgische Therapie erfolgt in lokaler Betäubung, wobei auch andere zugleich vorkommende Fehlstellungen wie beispielsweise der Hallux valgus berücksichtigt werden müssen.

Metatarsalgie:
Die Metatarsalgie bezeichnet Schmerzen im Bereich der Mittelfußknochen, klassischerweise im Bereich der Zehengrundgelenke. Ihre Ursache kann vielfältig sein (Entzündung des Gelenks, Ödem, Stressfraktur, Spreizfuss, Neurom) und muss daher je nach Art der zugrundeliegenden Erkrankung behandelt werden.

Morton Neurom:
Das Morton Neurom verursacht typischerweise Schmerzen am Vorfuß, welche in die dritte und vierte Zehe ausstrahlen. Es handelt sich um eine Verdickung eines Fußnervs. Nach erfolgloser konservativer Therapie wird das Neurom entfernt.

Fersensporn / Plantarfasciitis:
Schmerzen im Rahmen eines Fersensporns sind sehr häufig, wobei die korrekte Bezeichnung eigentlich Plantarfasciitis ist. Die Plantarfascie ist eine Sehnenplatte an der Fußsohle, welche sich von der Ferse bis zu den Zehengrundgelenken spannt. Bei Überbelastung dieser Sehnenplatte kommt es am Ansatz des Fersenbeins morgens beziehungsweise nach Belastung zu einer Entzündung. Primär steht die nicht chirurgische Behandlung im Vordergrund. In einzelnen Fällen kann eine minimalinvasive Operation notwendig werden.

Arthrose Sprunggelenk:
Knorpelabnutzung im Sprunggelenk bedeuten Schmerzen zunächst bei Belastung, im fortgeschrittenen Stadium auch in Ruhe. Je nach Stadium der Erkrankung stehen unterschiedliche operative Behandlungen zur Verfügung. Im Anfangsstadium genügt es, im Rahmen einer arthroskopischen Operation eine „Gelenkstoilette“ durchzuführen. Etwaige Fehlstellungen sollten auch schon im Frühstadium operativ korrigiert werden. Im stark fortgeschrittenen Stadium steht entweder die Versteifung des Sprunggelenks oder die Endoprothese des Sprunggelenks zur Verfügung. Je nach Ausgangssituation ist entweder die eine oder andere Methode sinnvoll.

Sportverletzung am Sprunggelenk:
Bei Verletzungen am Sprunggelenk kann es zu Bänderrissen, Sehnenläsionen oder Knorpelschäden kommen. Einige dieser Verletzungen können auch gleichzeitig vorkommen oder einander verursachen. Arthroskopische minimalinvasive Techniken werden bevorzugt zur Therapie von Verletzungen im Sprunggelenk angewendet. Im Falle einer Bandinstabilität wird das gerissene oder teilweise gerissene Band wieder genäht und gerafft.

Achillessehne:
Beschwerden im Bereich der Achillessehne können entweder im Verlauf der Sehne oder an ihrem Ansatz am Fersenbein auftreten. Schmerzen können durch einen Riss, Entzündungen, einen Sporn am Fersenbein (Haglund Exostose) oder Verkalkungen der Sehne am Ansatz versursacht werden. Je nachdem worin die Ursache der Schmerzen liegt, wird meist zunächst nicht chirurgisch, oft aber bei Fortbestehen der Beschwerden chirurgisch behandelt. Im Rahmen einer Operation wird die Sehne von Verkalkungen oder eingerissenem Gewebe befreit und dann wieder vernäht. Die Nachbehandlung erfordert eine Gipsbehandlung, die Behandlung mit einem Spezialschuh und ausgedehnte Physiotherapie.