Für jeden Patienten eine individuell geplante Schulter

Was seit Längerem für künstliche Kniegelenke gilt, wird in der Orthopädie auch zunehmend bei Schulterprothesen zum Thema: die möglichst individuelle, an die körperlichen Gegebenheiten des Patienten, angepasste Endoprothese.

Um das genaue Maßschneidern an die anatomische Situation zu ermöglichen, werden im Orthopädischen Spital Speising seit kurzem alle Operationen mit Schultergelenks-Ersatz vor dem Eingriff mittels speziellem Computerprogramm genau geplant. 

 

Zunächst werden CT-Aufnahmen der betroffenen Schulter gemacht. Daraus erstellt eine Software ein dreidimensionales Bild des Schultergerlenks am PC. Der Chirurg kann sich so am Bildschirm schon optimal auf die Operation vorbereiten. Er sieht vorab die spezifischen anatomischen Gegebenheiten und erkennt die optimale Größe und Position der benötigten Prothesenteile.

Doch die neue Planung geht noch einen entscheidenden Schritt weiter: Mittels 3-D-Drucker werden maßstabsgetreue Modelle des Schultergelenkes sowie speziell an den Patienten angepasste Operationsinstrumente („Schnittlehren“) erstellt. Damit wird der gesamte Operationsvorgang auf die Anatomie des Patienten maßgeschneidert.

Keine Schulter mehr „von der Stange“

 „Wir haben keine One-Size-Fits-All-Schulterchirurgie mehr“, sagt die Spezialteamleiterin der Schulterchirurgie im Orthopädischen Spital Speising (I. Abteilung), Oberärztin Dr. Alexandra Pokorny-Olsen, „jede Schulterprothese in Speising ist individuell geplant und passt punktgenau zum jeweiligen Patienten. Damit ist gewährleistet, dass unsere Patienten mit ihren Schultern ein optimales Ergebnis und bestmögliche Bewegungsfreiheit haben.

Weitere Vorteile: Die Operationszeit ist durch die Vorab-Planung kürzer, was wiederum die Anästhesiedauer und den damit verbundenen Blutverlust reduziert.

Die „individuell maßgefertigte Schulter“ ist eine Innovation, die die Zufriedenheit der Patienten weiter erhöht.

Quelle: sciencephoto