Speising wirkte bei "LANCET"-Publikation mit

Die Abteilung für Kinderorthopädie und Fußchirurgie nahm an einer großen Studie der Europäischen Union über lebensbedrohliche bakterielle Infektionen bei Kindern ("EUCLIDS" - European Union Childhood Life-threatening Infectious Diseases Study) teil, deren Ergebnisse kürzlich im weltweit renommierten Journal "Lancet (Child Adolescent Health)" veröffentlicht wurden.

Unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Farr wurden Kinder mit bakteriell bedingter Hüftgelenks- und/oder Knochenentzündung in die Studie eingeschlossen. Ziel war es, die Reaktionen des Körpers auf Bakterien besser verstehen zu lernen und schlussendlich ein besseres Verständnis der Infektionsabwehr zu erlangen, da es in der Zwischenzeit eindeutige Hinweise gibt, dass genetische (erbliche) Ursachen und Einflüsse entscheidende Faktoren für eine gesteigerte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten und auch für deren unterschiedlichen Verlauf darstellen.

 

 

 

Bild:
Doz. Dr. Farr mit dem "LANCET"-Artikel

 

 

 

Die Studienergebnisse zeigen einerseits steigende Raten von Infektionen und den Einfluss von impfbaren, bakteriellen Infektionen (z.B. Meningokokken, Pneumokokken) auf die Gesundheit der 2844 ausgewerteten Kinder, sowie vor allem den Bedarf an Impfstoffen für Keime wie bestimmte Staphylokken (S. aureus) oder Streptokokken (der Gruppe A). Bei den Fällen mit Hüftgelenksentzündung konnten besonders selten Keime nachgewiesen werden.